Skip to main content

Was lernen Kinder beim Schaukeln?

Auf jedem größeren Spielplatz in Deutschland findet sich eine Schaukel, selten kommt es vor, dass eine Schaukel leer steht. Ein Kind sitzt in der Schaukel oder auf dem Schaukelpferd und versucht durch bestimmte Beinbewegungen immer schneller und schneller zu werden. Dabei haben Kinder beim Schaukeln nicht einfach nur großen Spaß, sondern lernen einige lebenswichtige Lektionen. Die Frage ist also, was lernen Kinder beim Schaukeln auf einem Schaukelpferd oder einer Schaukel im Garten eigentlich?

Was lernen Kinder beim Schaukeln – Die Physik

Was lernen Kinder beim Schaukeln?

© LanaK /Fotolia.com

Auch wenn nur unterbewusst, so lernt das Kind einige wichtige physikalische Grundregeln, eine davon ist die Impulserhaltung. Das Prinzip des Schaukelns ist eigentlich sehr einfach. Durch das Ausstrecken beziehungsweise Einziehen der Beine beim Hoch- und Runterschaukeln verändert der Körper seinen Impuls. Beim Schaukelpferd wird die Schaukelbewegung durch den Oberkörper des Kindes gesteuert.

Da der Gesamtimpuls in der Physik immer erhalten ist, überträgt sich dieser auf den Sitz des Schaukelpferdes, welcher dadurch beschleunigt wird. Führt man diese Beinbewegung nicht aus, so bleibt das Schaukelpferd irgendwann stehen. Ein Kind denkt beim Schaukeln natürlich nicht sofort an die physikalischen Gesetze. Jedoch fördert es ein naturwissenschaftliches Denken und Verstehen. Durch dieses Erlebnis kann das Kind später verwandte Zusammenhänge leichter verstehen und nachvollziehen. In meinem Ratgeber Was wird durch Schaukeln gefördert? finden Sie zusätzliche Informationen zu diesem Thema.

Was lernen Kinder beim Schaukeln – Die Selbsteinschätzung

Eine weitere wichtige Lektion erhalten Kinder beim Schaukeln durch ihre eigene Einschätzung. Nicht jedes Kind möchte sofort schnell Schaukeln, einige haben zuerst Angst und tasten sich langsam heran. Dabei wird im Gehirn assoziiert, dass neue Gegenstände und Aktionen nicht gleich in vollem Maße getestet werden sollten.

Andere Kinder stürzen sich sofort auf das Schaukelpferd und möchten immer schneller und schneller werden, was das Selbstbewusstsein stärkt. Eine wichtige Aktion beim Schaukeln im Garten ist das Herunterspringen von der Schaukel. Dabei muss ebenfalls eine Selbsteinschätzung stattfinden. Das Kind muss sich selbst überlegen, wann es sicher genug ist, die Schaukel zu verlassen.

Manche Kinder springen schon, während die Schaukel sich noch bewegt, andere warten, bis diese vollständig zum Stillstand gekommen ist. Diese persönliche Einschätzung der eigenen Kräfte ist sehr wichtig für das spätere Leben.

Die Verbindung zu den Eltern

Ein Kind geht selten ganz alleine auf die Schaukel, vor allem nicht bei seinem ersten Mal. Es sind immer die Eltern oder die Großeltern dabei, die das Kind beim Schaukeln unterstützen und ihm erklären, wie man die Schaukel beschleunigt.

Dabei wird die Bindung zwischen den Kindern und den Erziehungsberechtigten gestärkt. Das Kind lernt auch, dem Elternteil zu vertrauen und auf seine Ratschläge zu hören.

Ist ein Ratschlag mit einem sofortigen Erfolg verbunden, wie zum Beispiel die Erklärung des Ausstrecken und Hochklappen der Füße und danach die Ausführung dieser Aktionen, so führt das zu positiven Gefühlen und einer stärkeren Bindung zwischen Eltern und Kind.

 



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *